Auf der Jahresversammlung 2014 hatte ich die Idee zu Diskussion gestellt, Geflüchtete in Potsdam mit den Möglichkeiten unseres Vereins zu unterstützen.

Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen im Asylbewerberheim am Schlaatz hatte sich herausgestellt, dass man denjenigen Geflüchtete, die von der Stadt eine Wohnung zugewiesen bekommen, bei der Ausstattung mit Einrichtungsgegenständen unterstützen könnte. Diese Wohnungen werden in der Regel völlig leer übergeben und die bereitgestellten Finanzmittel zum Kauf von Möbeln sind minimal.

Da unser Verein oft Möbel, technische Geräte und andere Haushaltsgegenstände vorrätig hat bzw. beschaffen kann, wäre das ein neues Betätigungsfeld von hoher aktueller Bedeutung.

Die Idee wurde auf der Jahresversammlung kontrovers diskutiert. Bei der anschließenden Abstimmung fand sich aber eine Mehrheit, die dieser Form des Engagements durch den Verein zustimmte.

Zunächst galt es nun, den Kontakt zu den Bedürftigen herzustellen. Es wurde eine syrische Familie gefunden, die gerade eine Wohnung zugewiesen bekommen hatte. Sie bekam Gelegenheit, sich aus unseren Lagerbeständen diverse Möbel (großer Mehrzweckschrank, Bett, Schuhschrank, Schreibtisch u.s.w.) auszusuchen. Mit Konstantin hatten wir damit auch einen Partner gefunden, der uns in der Folgezeit Personen benennen konnte, die gerade eine Wohnung bezogen hatten.

2014_11_07_Konstantin2 - Kopie2014_10_22_Konstantin2 - Kopie

Besonders erfolgreich war eine Aktion, die mit dem Umzug eines Ministeriums in Potsdam zusammen hing. Es standen große Mengen an Büromöbeln zur Abholung durch gemeinnützige Vereine zur Verfügung. Das nutzten wir, um weitere Flüchtlingsfamilien

bei der Erstausstattung von Wohnungen zu unterstützen.

2015-08-20 15.17.02_Bildgröße ändern

So bekam Yussuf aus Syrien mehrere Schränke, Stühle, einen Schreibtisch und sogar einen Kühlschrank. Darüber hinaus profitierten natürlich auch unsere Partner in Rumänien von dem unerwarteten Möbelangebot. So standen unter anderem auch über 70 Bürostühle zur Verfügung, die inzwischen in Rumänien ihre Abnehmer gefunden haben.

Wolf Beyer